CDU-Fraktion spricht sich für Sanierung des Stadions im Brötzinger Tal aus - Wasserschutz für die Gesamtbevölkerung hat am Holzhof Priorität
In einem Antrag fordert die Pforzheimer CDU-Gemeinderatsfraktion, das Fußballstadion im Brötzinger Tal zu sanieren und damit eine den Anforderungen des fusionierten Fußballvereins CfR genügende Spielstätte zu schaffen. Dabei soll der Fußballplatz am Holzhof nicht weiter genutzt werden, um die Trinkwasserbrunnen in den Enzauen zu schützen. Damit soll die Versorgung der Bevölkerung mit eigenem Wasser auf Dauer sichergestellt werden. Dies war das Ergebnis ausführlicher Beratungen in der Fraktionssitzung am Montagabend.
Nach der Fusion der beiden Pforzheimer Fußballvereine VfR und 1. FCP zum CfR im vergangenen Jahr läuft derzeit der Spiel- und Trainingsbetrieb in beiden Spielstätten – sowohl im Brötzinger Tal wie auch im Holzhofstadion. Beide Stadien sind sanierungsbedürftig. "Ein Fußballverein braucht eine Heimat, eine Spielstätte", sagte Jörg Augenstein, Mitglied im Sportausschuss. Dies sei ein wichtiger Schritt, damit die beiden fusionierten Vereine auch tatsächlich zusammenwachsen könnten.
Kostengünstiger sei nach Einschätzung von Experten die Sanierung des ehemaligen VfR-Stadions im Holzhof zu realisieren. Die Diskussion führten die Christdemokraten aber auch im Hinblick auf den Schutz wichtiger Trinkwasserbrunnen in den Enzauen. Ein Ausbau des Fußballstadions am Holzhof berge ein großes Risiko für die Brunnen. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Gutachten. "Wir müssen alles unternehmen, damit unsere Grundwasserversorgung für alle Bewohner der Stadt gesichert ist", sagte Fraktionsvorsitzender Florentin Goldmann. Dies sei auch ein Beitrag zur Gebührensicherheit. Sollte die Eigenwasserversorgung eingeschränkt sein, müsse dies durch Bodenseewasser ausgeglichen werden. "Das ist mit erheblichen Investitionen und hohen Kosten im laufenden Betrieb verbunden", so Goldmann. Diese Kosten müssten dann auf die Wassergebühren umgelegt werden.
Aus Sicht der CDU-Fraktion stellt die Ertüchtigung des ehemaligen FCP-Stadions im Brötzinger Tal eine kurzfristig zu realisierende Möglichkeit dar. Unter Berücksichtigung der sportlichen Perspektiven des CfR biete eine moderate Sanierung für die nächsten Jahre eine Lösung der Stadionfrage. An den Kosten sollen sich auch die Stadtwerke Pforzheim beteiligen.